Kulturnachmittage
im Projekt 5000 x Zukunft der Aktion Mensch

Im Jahre 2005
gab es bei der Aktion Mensch die Möglichkeit, für das Projekt 5000x
Zukunft Fördermittel zu beantragen. Die Paul-Gerhardt-Schule stellte
einen solchen Antrag und bekam die Mittel bewilligt.
Zielsetzung unseres Projektes ist es, Eltern und Kinder
verschiedener Kulturen außerhalb des Unterrichtes zusammen zu
bringen und durch gemeinsames Erleben und gemeinsame Aktionen das
Verständnis für die verschiedenen Kulturen zu wecken.
Am 18. Februar
fand eine erste Veranstaltung statt, die mit über 60 Teilnehmern auf
eine große Resonanz traf, die wir nicht erwartet hatten.
Gespannte
Erwartung
Bei diesem
ersten „Kulturfest“ ging es um die türkische und russische Kultur.
Lieder singen, einfache Tänze der für uns andersartigen Kulturen
einüben und selbst mit einfachen Instrumenten Musik machen standen
auf dem bunten Programm.
Eltern und
Kinder aller Nationalitäten waren begeistert dabei.
Es fanden sich
drei Gruppen, die unter fachkundiger Anleitung entweder Tänze
einstudierten, Lieder übten oder sich an Instrumenten versuchten.
Gruppe
Instrumente
Gruppe
Tanz
Gruppe
Gesang
Nach einer
Kaffeepause wurden dann in der Aula die Gruppen zusammen geführt.
Und siehe da, die Überraschung war perfekt. Es wurde aus den
einzelnen Gruppen eine Einheit, alle waren einbezogen, die
Instrumentengruppe gab den Takt an, der Chor sang dazu und es wurde
eine Tanzvorführung geboten, die vielen Musicals genügt hätte.
Abschluss
in der Aula
Die
Veranstaltung hat nachhaltig gewirkt, denn es gab auch in den
folgenden Tagen viele begeisterte Rückmeldungen. Und erstmals seit
bestehen des Schulchores haben sich einige türkische Kinder
gemeldet, dass sie gerne auch im Schulchor mitsingen möchten. Ein
Schritt zum gegenseitig besseren Kennenlernen der Kulturen, der
erfolgreich war.
Am 11.
März fand der zweite Kulturnachmittag statt:
Unter dem
Oberthema Integration fremder Kulturen beschäftigten wir uns diesmal
mit russischer Musik und russischen Tänzen.
Eltern, Kinder und die Projektleiter trafen sich um 14.00 Uhr im
Aufenthaltsraum des Offenen Ganztags. Wir begannen mit einem
gemeinsamen Kanon.
Der Kanon war
ein Zungenbrecher: Jamba, jimba, jimba papajuska, jimba, jimba,
jimba papagei. Die Erwachsenen hatten Schwierigkeiten und
stöhnten. Aber die jungen Schüler und Schülerinnen hatten keine
Probleme. Vor allem die Chorkinder hatten den Kanon schnell drauf.
Damit aber die Erwachsenen auch noch etwas singen konnten, haben wir
den Kanon „Lasset uns singen“ wiederholt. Der klappte
dann besser.
Anschließend
fanden die Workshops statt.
Hier arbeiteten
alle an der Russischen Troika. Die Tänzer studierten
einen Lauftanz ein. Die Gesangsgruppe entwickelte ein Schattenspiel
passend zur Musik. Die Rhythmusgruppe übte eine Begleitung mit
unseren neuen Instrumenten ein.
Auf dem
Programm der Gesangsgruppe stand dann ein Kosakisches
Wiegenlied.
Wir wollten
mindestens eine Strophe in russisch singen. Aber nachdem wir das
einige Male probiert hatte und ständig von denen, die Russisch
sprechen können, verbessert wurden, habe wir aufgegeben - vorläufig.
Wir haben uns aber vorgenommen, das nachzuholen.
Zum Schluss
haben wir zwei Lieder aus dem letzten Programm wiederholt.
Nach einer
erholsamen Pause mit Kaffee, Saft und Kuchen trafen sich alle
Teilnehmer in der Aula. Die Workshops stellten ihre Ergebnisse vor
und anschließend wurden die Einzelteile zu einem gemeinsamen
Auftritt zusammengefügt.
Sehr gelungen
waren die Auftritte der Rhythmusgruppe. Viel Spaß bereitete der
Lauftanz, vor allem den Kindern und Erwachsenen, die beim zweiten
Mal mitmachten.
Auch das Schattenspiel beeindruckte.
Schattenspiele
in der Aula
An dieser
Veranstaltung nahmen ca. 30 Eltern und Kinder teil. Auch zweijährige
und vierjährige. Und besonders die Kleinen haben sich königlich
amüsiert.
Die Stimmung
der Teilnehmer war toll.
Wir haben uns
vorgenommen, einen weiteren Nachmittag dieser Art anzubieten.
Am 16. September fand der 4. Kulturnachmittag
statt
Viktor Hartmann und
Modest Mussorgskij Bilder einer Ausstellung
oder
Wie aus Bildern Musik wird

Eingeladen waren Eltern und Schüler, die Musik machen, Theater
spielen oder Bilder herstellen wollten. Das Angebot wurde von ca 40
Kindern und Eltern wahrgenommen.
Den musikalischen Bereich betreuten Dr. Mirjam Stieber und Annette
Gottschalk. Die künstlerische Werkstatt leiteten Ursula Kleinhans
sowie die beiden Kunststudenten Anna Kleinhans und Ursula Zender.
Mit den kleinen und großen Schauspielern arbeitete Sybille
Barnhusen., unterstützt von Rebekka Barnhusen.
Der Samstagnachmittag begann um 14.00 Uhr. Zunächst wurden die
beiden Künstler Viktor Hartmann und Modest Mussorgskij vorgestellt.
Alle Projektteilnehmer sollten nämlich erfahren, wie das Musikstück
„Bilder einer Ausstellung“ entstanden ist.
Der Musiker Mussorgskij hatte zu 10 Bildern seines Freundes Hartmann
, Maler und Architekt, Kompositionen angefertig. Hartmann war kurz
vorher gestorben. Gute Freunde hatten nach Hartmanns Tod eine
Ausstellung seiner Bilder organisiert. Auch Mussorgskij besuchte
diese Ausstellung.
Von den Bildern, die Mussorgskij vertont hat, ist etwa die Hälfte
verschollen. Es existieren aber Beschreibungen dieser Arbeiten.
Folgende Bilder hat Mussorgskij dargestellt:
-
Gnomus (verschollen)
-
Das alte Schloss (verschollen)
-
Die Tuilerien (verschollen)
-
Bydlo (verschollen)
-
Ballett der Küchlein in ihren Eierschalen
-
Samuel Goldberg und Smuyle
-
Marktplatz von Limoges (verschollen)
-
Katakomben
-
Die Hütte der Baba-Yaga
-
Das große Tor von Kiew
Ab
14.45 Uhr arbeiteten alle Teilnehmer etwa 2 Stunden und 30 Minuten
in ihren Gruppen.
Hier
einige Fotos von den Aktivitäten in den Gruppen




Natürlich machten wir zwischendurch eine Pause, in der
selbstgebackener ofenfrischer Pflaumen- und Apfelkuchen sowie
verschiedene Getränke gereicht wurden. Für das leibliche Wohl
sorgten Heike Orth, Christina Schwan und der Rektor Wilhelm
Barnhusen.

Ab 17.15 Uhr begann die Präsentation unserer Arbeiten in der Aula.
Zunächst stellte die Theatergruppe einen Tanz zu dem Thema „Gnomus“
dar.

Dann spielte die Musikgruppe das Liebeslied des Troubadours, der vor
dem „alten Schloss“ steht. Rhythmusinstrumente, Flöten und Keyboards
kamen zum Einsatz.

Zu
dem Bydlo, einem polnischen Ochsenkarren mit großen rumpelnden
Rädern, hatten Schüler Schattenfiguren aus schwarzem Tonpapier
hergestellt. Diese bewegten sich zur Musik vor weißem
Transparentpapier, von einer Lampe angestrahlt.

In
der Kunstwerkstatt wurden auch die „Küchlein in ihren Eierschalen“
aus echten Eierschalen gezaubert.

Eine Schülerin hat mit ihrem Vater das Thema von dem reichen Juden
„Samuel Goldenberg“ und dem armen Juden „Smuyle“ verändert. Es
entstand eine reiche, wunderschöne, toll gekleidete, geschminkte
Frau und daneben ein Mensch in Sackleinen und traurigen, dunklen
Farben.
Das Thema „Markplatz von Limoges“ bearbeitete die Theatergruppe. Auf
einem Markplatz entwickelt sich ein Streit, der immer heftiger und
lauter wurde. Sogar kleine Prügeleien fingen die Marktweiber an.
Erst als die Polizei auftauchte, hörten die Markweiber auf, guckten
in die Luft und flöteten, als wäre nichts gewesen.
Drei Künstlerinnen hatten die streitenden Marktweiber mit Acrylfarbe
auf die Leinwand gebannt.

„Baba-Yaga“,
eine russische Hexe, die im Wald verirrte Menschen anlockt und
auffrisst, wurde durch vier Gipsmasken dargestellt.

Das letzte Bild, „Das große Tor von Kiew“ hatte die Musikgruppe
bearbeitet. Sie studierte das Hauptthema mit Keyboards und Orff
Instrumenten ein.

Es
ist noch eine
Veranstaltung wie folgt geplant:
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Freitag, 15.12.2006 |
Kulturabend |
Lesung (weitere Informationen
erfolgen in Kürze |
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